Krebsversicherung

Finanzieller Rettungsschirm für den Ernstfall

Von Tobias Lemser · 2017

Jemand unterschreibt einen Vertrag. Thema: Krebsversicherung

Wer an Krebs erkrankt, kann oft nur sehr schwer seinen gewohnten Lebensstandard beibehalten. Zwar lässt sich mit einem Krebs-Schutz oder einer Dread-Disease-Versicherung eine Krebserkrankung nicht verhindern. Jedoch können Versicherte im Fall der Fälle zumindest finanziell aufgefangen werden, um nicht wirtschaftlich in Not zu geraten.

Auch wenn sich die Therapien bei Krebserkrankungen deutlich verbessert haben, gleicht die Diagnose für die Betroffenen noch immer einem Schock. Wie soll es nun weitergehen? Werde ich jemals wieder gesund? Wer kümmert sich um mich und die Kinder? Wie geht es beruflich weiter und wovon soll die Familie leben, wenn nach längerem Arbeitsausfall das Gehalt wegbricht? Ganz abgesehen von krankheitsbedingten Belastungen wie Zuzahlungen oder Eigenleistungen, die Krankenkassen nicht übernehmen.

„Dread-Disease-Police“ versus Krebsversicherung

Um vor diesem drastischen Einschlag im Leben zumindest finanziell vorzubeugen, bieten Dread-Disease-Versicherungen, übersetzt Schwere-Krankheiten-Versicherungen, Schutz. Sinnvoll ist diese Absicherung vor allem dann, wenn aufgrund bestimmter Vorerkrankungen der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist. In der Regel zahlt die Dread-Disease-Versicherung eine im Voraus vereinbarte Einmalsumme aus. Versicherte können aus einem Basispaket, das wenige schwere Krankheiten abdeckt, und einem mehr als 40 Krankheiten umfassenden Komfortschutz wählen. Ebenso möglich ist der Abschluss einer reinen Krebsversicherung, die mittlerweile von mehreren Versicherungsunternehmen angeboten wird. Vorteil: Erkrankt eine Person an Krebs und hat im Vorfeld die entsprechende Versicherung abgeschlossen, erhält sie nicht nur einen schnellen Zugang zu modernen Therapieverfahren. Auch steht die Versicherung zur Seite, um plötzliche zusätzliche Kosten abzudecken – etwa dann, wenn infolge einer längerfristiger Behandlung eine Haushaltshilfe benötigt wird oder Zusatzkosten aufgrund eines plastisch-chirurgischen Eingriffs entstehen.

Individuelle Absicherungs- und Vorsorgelösung

Neben einer vereinbarten Einmalsumme zahlen viele Krebsversicherungen Betroffenen über mehrere Monate eine Rente. Je nach Versicherungsvertrag ausgehandelte Beträge von zumeist 500 bis 1.500 Euro sollen helfen, Verdienstausfälle zu überbrücken. Weitere Bausteine von Krebsversicherungen können Krankenhausleistungen, wie die Unterbringung in einem Einbettzimmer oder die Erstattung von Arznei-, Verband, Heil- und Hilfsmitteln sein. 

Und damit ist die Palette längst noch nicht ausgeschöpft: Denn einigen Versicherern sind umfassende Vorsorgeleistungen, wie eine erweiterte dermatologische, urologische und gynäkologische Krebsvorsorge besonders wichtig – mit dem Ziel, auftretende Krebsherde so früh wie möglich zu erkennen und – wenn möglich – direkt im Keim zu ersticken.

Wussten Sie schon, dass…

  • noch bevor typische Probleme wie Tumorangst und körperliche Belastungen zur Sprache kommen, Patienten beruflich-finanzielle Sorgen äußern? Das ergab eine Umfrage des Bundes niedergelassener Hämatologen und Onkologen.

  • mit der Diagnose für viele auch das Armutsrisiko steigt? Während das Einkommen krankheitsbedingt sinkt, steigen die Kosten etwa aufgrund von Arztfahrten oder Zuzahlungen.

  • nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung jährlich rund 20. 000 Krebspatienten in Erwerbsminderungsrente gehen? Die durchschnittliche Höhe lag im Jahr 2015 zwischen 640 und 717 Euro im Monat.

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