Rentenlücke schließen

In der Niedrigzinsphase ist Kreativität gefragt

Von Thomas Schulze · 2020

Die Zeiten für Sparer sind angesichts anhaltender Niedrigzinsen nicht gerade rosig. Vor allem bei der Altersvorsorge ist zunehmend Kreativität gefragt, denn das gute alte Sparbuch reicht keinesfalls aus, die zu erwartende Rentenlücke im Alter zu schließen.

Paar, das sich über seine Altersvorsorge Gedanken macht
Foto: iStock/ eggeeggjiew

Nach Einschätzung der Bundes-regierung kann ein typischer Arbeitnehmer auf gerade einmal 48 Prozent des aktuellen Durchschnittseinkommens an Rente hoffen – gerechnet nach Sozialabgaben, allerdings muss diese Rente dann auch noch versteuert werden. Mit dem Ruhestand tut sich demnach eine immense Rentenlücke auf, die jeder Deutsche für sich selbst schließen muss. Hier können die staatlich geförderten Rentenformen wie Riester- oder Rürup-Rente interessante Bausteine für die Altersvorsorge sein. 

Altersvorsorge staatlich gefördert

Die Rürup-Rente etwa wird vom Staat über Steuervorteile gefördert. Sie lohnt sich vor allem für Selbstständige mit hohem Einkommen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder anders für das Alter vorsorgen. Die Riester-Rente unterstützt Arbeitnehmer und Beamte bei der privaten Altersvorsorge. Sie lohnt laut dem Webportal „Finanztip“ für Familien und Sparer, die sehr gut verdienen. Zur Auswahl stehen verschiedene Vertragsformen: Es gibt Riester-Rentenversicherungen, Wohn-Riester-Verträge und Riester-Fondssparpläne.

Rentenlücke schließen mit alternativen Investments

Daneben sollten Sparer aber auch andere Geldanlageformen im Auge haben. Staatsanleihen etwa gelten als sicher, bieten aber vergleichsweise geringe Renditen. Auch Festgeldanlagen, bei denen man einen bestimmten Betrag für ein oder mehrere Jahre bei einer Bank fest anlegt, kommen in Betracht. Jedoch sind die Zinsen auch hier nicht besonders üppig.

Quelle: Fidelity, 2020

Profitabel in der Niedrigzinsphase sind zweifellos Investitionen in Immobilien. Die derzeit günstigen Kredite können Anleger als „Betongeld“ nutzen und Wohn- oder Gewerbeobjekte als Kapitalanlage kaufen. Dabei sollten sie aber bedenken, dass das Risiko eines Konjunkturrückgangs besteht. Gerade im Moment wirkt sich die derzeitige Corona-Pandemie besonders belastend etwa auf Gewerbeimmobilien aus, weil Mieter und Mieteinnahmen wegfallen. 

Überlegenswert bei der Alters-vorsorge sollten auf jeden Fall Aktien oder Aktienfonds sein. Abhängig von Angebot und Nach-frage, die wiederum von Faktoren wie dem Erfolg des Unternehmens, der öffentlichen Berichterstattung oder Prognosen zur jeweiligen Branche beeinflusst werden, steigt oder sinkt der Wert der Aktie. Bei guter Kursentwicklung, also wenn die Aktie deutlich wertvoller ist als zum Zeitpunkt des Kaufs, lassen sich beim Verkauf ordentliche Renditen erwirtschaften. Zusätzlich beteiligen viele börsennotierte Unternehmen ihre Aktionäre an ihren Gewinnen und schütten regelmäßig Dividenden aus.

Quellen:
Finanztip "So schließen Sie die Rentenlücke"
Biallo "Betongold: Immobilie als Kapitalanlage"

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