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Risiken managen und Krise meistern

Geschäftliche Risiken: Früh erkennen und handeln

Von Rebekka Baus · 2020

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für die Wirtschaft sind noch lange nicht überwunden. Viele deutsche Unternehmen stehen aktuell vor nie gekannten Herausforderungen. Nach Lockdown und Schließungen müssen sie wieder auf Kurs kommen und dabei einige Hürden nehmen. Die folgenden Tipps können helfen.

Risikomanagement mit Creditreform © Neumann und Rodtmann/Corbis via Getty Images

Genauer hinschauen

War es bereits vor der Corona-Krise wichtig, gut über seine Geschäftspartner im Bilde zu sein, ist das jetzt unerlässlich: Die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung haben vielen Unternehmen ermöglicht, vorerst liquide zu bleiben. Zugleich ist es dadurch aber schwieriger, die tatsächliche Lage seiner Geschäftspartner einzuschätzen. Hilfestellung geben hier etwa Bonitätsauskünfte und Monitoring-Lösungen, mit denen Sie das eigene Kunden- und Lieferantenportfolio genau beobachten und risikoreiche Geschäftsbeziehungen erkennen können.

Vorsichtsmaßnahmen ergreifen

Wichtig sind auch eine gut organisierte Buchhaltung und ein konsequentes Mahnwesen. Zahlen Ihre Kunden nicht, sollten Sie unverzüglich handeln, um nicht selbst in finanzielle Schieflage zu geraten. Erfahrene Inkassoanbieter unterstützen Sie dabei mit verschiedenen Services und helfen, offene Forderungen erfolgreich einzufordern. Einen Schutz vor Forderungsausfällen und eine Absicherung der Lieferketten bietet auch eine Warenkreditversicherung.

Eigene Bonität kennen und belegen

Wer einen Hilfskredit bei seiner Hausbank beantragen möchte, muss nachweisen, dass er nicht schon vor der Corona-Krise wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte. Zu diesem Zweck stellt Creditreform allen Unternehmern online den kostenfreien Bonitätsnachweis 2019 zur Verfügung, den Sie zum Kreditgespräch mitnehmen können. Unabhängig davon sollten Unternehmen einmal im Jahr eine kostenfreie Selbstauskunft anfordern, um so die eigene Bonität im Blick zu behalten.

Insolvenz als Chance

Die Insolvenzantragspflicht wurde zunächst bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dennoch lohnt es sich für geschwächte Unternehmen, über ein Insolvenzverfahren nachzudenken. Denn das Insolvenzrecht zielt auf eine Sanierung, weniger auf eine Zerschlagung des Unternehmens ab. Dazu gibt es Instrumente wie etwa das Insolvenzgeld, eine mögliche Anpassung von Leasing- und Finanzierungskosten oder besondere Kündigungs- und Rücktrittsregelungen.

Creditreform: 140 Jahre digitale Tradition

Geschäft wieder in Schwung bringen

Nicht nur mit staatlicher Hilfe können Geschäfte wiederbelebt werden, sondern auch mit eigenen Maßnahmen:


1. Überblick behalten:

- Forderungsmanagement optimieren
- Bonität von Geschäftspartnern im Blick behalten
- Eigene Bonität kennen   

 

2. Kosten reduzieren:

- Welche Ausgaben und Investitionen sind aktuell verzichtbar?
- Leasingverträge prüfen
- Verbindlichkeiten abbauen

 

3. Spielräume schaffen: 

- Stundung von Zahlungen bei Steuern oder Miete 
- Zeitweiser Verzicht auf Bonusleistungen der Mitarbeiter
- Mit Lieferanten verlängerte Zahlungsziele vereinbaren

Kontakt

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Hellersbergstraße 12
41460 Neuss
E-Mail: content@verband.creditreform.de
Web: www.creditreform.de

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