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Insolvenzrecht

Risikomanagement – Chance in Krisenzeiten

Von SÜDVERS Holding GmbH & Co. KG · 2020

Die Unternehmensinsolvenzen werden wegen CORONA dieses Jahr voraussichtlich deutschlandweit um bis zu 15, weltweit sogar bis zu 30 Prozent ansteigen. Nach Auslaufen der vorübergehenden Aussetzung der Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags wird das erst richtig sichtbar werden. Jetzt kommt es umso mehr auf eine diversifizierte Finanzierungsbasis an. Christoph Buchmann, LL.B., CITF®, CTFC® ist Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung bei SÜDVERS Kreditversicherungsmakler GmbH. Er betreut internationale Großkunden hinsichtlich Credit-Management-Lösungen sowie zu alternativen Finanzierungsarten.

Mit Ablauf des § 1 COVInsAG in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 COVID-19-Pandemie-Gesetz steht im Herbst eine Insolvenzwelle an. Der Paragraf setzt die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags nach § 15a InsO und § 42 BGB nur für die Zeit vom 1. März bis zum 30. September 2020 aus. Auch in anderen europäischen Ländern wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Insolvenzverfahren befristet geändert. Spätestens mit Ablauf der Frist wird deutlich werden: Diese Regelungen verschieben die Probleme, lösen sie aber nicht. Wichtig für Betroffene ist jetzt vor allem die Verfügbarkeit zuverlässiger Bonitätsinformationen zu weltweiten Kunden und Zulieferern sowie das Wissen, wie Forderungen aus Lieferung und Leistung optimal gegen Insolvenzausfallrisiken abgesichert werden können. 

Risiko Insolvenzanfechtung 

Bei einer vorwiegend deutschen und österreichischen Kundschaft sind zudem die Insolvenzanfechtungsrisiken gemäß § 133 InsO zu beachten. Auch wenn gemäß § 2 Absatz 1 Nummer 4 COVInsAG Zahlungen der Gläubiger in Deutschland momentan vom Insolvenzanfechtungsrisiko befreit sind, sollten Unternehmen genau dieses Risiko für ihre Kunden stets im Blick haben. Leider hat der Shutdown auch Betrüger kreativ gemacht, wobei neue Techniken wie „LYREBIRD/Sprachsynthesizer“ und „DEEPFAKE/Austausch von Gesichtern“ das Spektrum vom Besteller- und Auszahlungs-Betrug bis zum Fake-Anruf vom vermeintlichen Chef erweitern. Auch hier müssen alle Wege genutzt werden, sich dagegen abzusichern. Insgesamt wird sich die Krise in vielen Jahresabschlüssen 2020 negativ niederschlagen. Kurzfristig hat der Shutdown bei vielen Unternehmen Liquidität und Eigenkapital verbrannt – und eine schnelle Kompensation im zweiten Halbjahr ist unwahrscheinlich. Zudem werden KFW-Kredite die Verschuldung der Unternehmen weiter ansteigen lassen. Alles zusammen führt zu einem Downgrading der Unternehmensbonitäten und erschwert damit den Zugang zu externer Unternehmensfinanzierung. Was also tun? Einer der zentralen Bausteine eines adäquaten Risikomanagements ist eine breite und diversifizierte Finanzierungsbasis. Die Experten von SÜDVERS verweisen deshalb immer wieder auf bankenunabhängige alternative Unternehmensfinanzierungsmöglichkeiten. Dabei sollten durchaus auch Fintechs Berücksichtigung finden. Unterm Strich können so Liquidität und Eigenkapitalbasis entscheidend gestärkt werden.

Kontakt

SÜDVERS Holding GmbH & Co. KG
Am Altberg 1–3
79280 Au bei Freiburg
E-Mail: info@suedvers.de
Web: www.suedvers.de

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